Magen-Darm und unser „Mikrobiom“

Der Darm hat Einfluss auf den gesamten Organismus

Es gibt Beschwerden, die man nicht mit dem Verdauungssystem in Verbindung bringen würde, deren Ursachen aber genau hier zu finden sind. Infektanfälligkeit, Depressionen, Ängstlichkeit, Kopfschmerzen und Migräne, Herzbeschwerden, Hautprobleme…  Die Liste könnte weiter fortgeführt werden. Allein eine Histaminintoleranz kann nahezu alle Organsysteme beeinträchtigen!

Durch das sensible Nervengeflecht des Darms, unser „Darmhirn“, und durch eine unvorstellbare Vielfalt der Bakterienflora werden wesentliche Bereiche unseres Befindens geprägt, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Ein Beispiel: Studien mit Mäusen haben gezeigt, dass bestimmte Darmbakterien mutiger und offen für die Auseinandersetzungen des Alltags machen und dass, anders herum, das Fehlen dieser Bakterien zu Ängstlichkeit und innerem Rückzug führt.

Selbstverständlich behandele ich in der Praxis auch die eindeutigen Magen- und Darmbeschwerden!  Verdauungsschwäche, Sodbrennen aufgrund zu wenig oder zu viel Magensäure, Völlegefühl, Blähungen, Reizmagen und Reizdarm reagieren sehr gut auf pflanzliche und homöopathische Mittel. Besteht der Verdacht, dass sich die Beschwerden aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -allergien entwickeln, kann ein entsprechender Bluttest Auskunft  und Hinweise auf die notwendige Diät geben.

Stuhluntersuchungen im Labor klären,

  • ob im Dickdarm der richtige pH-Wert besteht (der Dickdarm muss, im Gegensatz zum Milieu des Dünndarms, relativ sauer sein).
  • ob die Bauchspeicheldrüse gut funktioniert oder ob Verdauungsrückstände vorhanden sind, die krank machende Bakterienstämme ernähren.
  • ob es ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Bakterienflora gibt (meist eine Überlastung mit Fäulnisbakterien, durch die insbesondere die Leber auf Dauer geschädigt werden kann).
  • ob der Organismus ausreichend gegen Entzündungsprozesse gewappnet ist (zwei spezielle Bakterienstämme produzieren Buttersäure, die am stärksten wirksame körpereigene Substanz gegen Entzündungen).
  • wie gut das im Darm angesiedelte Immunsystem arbeitet.
  • ob die Darmschleimhaut intakt ist oder ein so genannter „Leaky Gut“ (löchriger Darm) vorliegt – eine massive Störung des Verdauungssystems.
  • ob mit einer Glutensensitivität zu rechnen ist.
  • ob die Beschwerden von einer Histaminintoleranz herrühren könnten.
  • welche Rolle der Darm bei der Entstehung einer Arteriosklerose spielen kann.

Für welche chronischen Erkrankungen wir prädestiniert sind, verrät eine spezielle Stuhl-Analyse des Mikrobioms, der Gesamtheit der Darmbakterien.

Anhand der Laborbefunde erstelle ich Ihnen (und mit Ihnen!) einen passenden Therapieplan

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